All in One PC für Gamer

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Gamer brauchen wie fast kein anderer Anwender ordentlich Power unter dem Gehäuse. Sonst ruckelt das Spiel und man kann nur mit angezogener Handbremse zocken – das will niemand. Für den „Otto-Normalverbrauer“ reicht für Facebook, Office und Internet oft ein All in One PC für rund 400 € komplett aus. Spieler dagegen müssen deutlich tiefer in die Tasche greifen. Doch worauf kommt es eigentlich an? Welche Mindest-Voraussetzungen sollte der neue Gaming AIO PC haben?

Grafikpower ist das A und O

Die wohl wichtigste Hardware eines Gaming All in One Computers ist ganz klar die Grafikkarte. Ohne diese bleibt der Bildschirm schwarz. Und ohne eine starke Grafikkarte kann man aufwändige und vor allem neue Spiele nicht wirklich gut zocken. Im Gegensatz zu den Prozessoren kommt es bei der Grafikkarte nicht unbedingt nur auf die Taktfrequenz an – diese ist zwar wichtig – aber nicht die wichtigste Komponente. Wichtiger dagegen sind die Anzahl der Recheneinheiten sowie die Speichergröße, der Speichertyp und die Speicheranbindung. Ein grober Richtwert: Eine gute Grafikkarte der Mittelklasse sollte schon 4 Gigabyte Grafikspeicher vom Typ GDDR5 und eine Anbindung mit 128 oder 256 Datenleitungen besitzen. Mit diesen Spezifikationen sollten auch neure Spiele nicht ruckeln. Übrigens: Der Markt der Grafikkarten wird unter den zwei großen Nvidia und AMD aufgeteilt. Bekannte und gute Hersteller sind Asus, MSI, Sapphire und Zotac. Die Preise für den Einzelkauf starten bei 200€ und gehen bis weit über 1.000€.

Prozessor mit Speed und passendes Mainboard

Aber: Auch die schnellste Grafikkarte kann keinen langsamen CPU / Prozessor ersetzen. Diese zwei Komponenten stehen in direkter Beziehung – der eine bremst den anderen aus. Prozessoren sind die „Rechner“ des All in One PC für Gamer. Sie berechnen riesige Datenmengen und leiten diese über die Mainboards an andere Hardwarekomponenten wie die Grafikkarte weiter. High-End muss es definitiv nicht sein – allerdings sind 3 GHz-Taktraten das absolute Minimum was ein Gamer haben sollte. Ob Intel oder AMD spielt dabei keine wirklich große Rolle.

Beim Mainboard muss man darauf achten, dass der passende CPU-Sockel vorhanden ist. Da die meisten AIO PCs für Gamer schon fertig zusammengebaut gekauft werden spielt dies allerdings keine große Rolle bei der Kaufentscheidung. Grundlegend hat das Motherboard keinen großen Einfluss auf die Geschwindigkeit des Rechners. Wichtig ist vor allem, dass genügend PCI-Express-Steckplätze vorhanden sind. In der Version 3.0 ist der Datenaustausch deutlich schneller – achten Sie somit beim Kauf auf diese Spezifikation. Ist mehr als ein Steckplatz vorhanden kann man unter Umständen später eine zweite Grafikkarte einbauen und so seine Grafikpower verdoppeln.

RAM und HDD – der Speicher macht’s

Eigentlich ist die Größe des Arbeitsspeichers nicht wirklich ausschlaggebend für die Geschwindigkeit – allerdings sollte es schon 4 GB sein. Eine Verdopplung von 4 auf 8 GB RAM sorgt im Schnitt für eine Verbesserung von rund 10 Prozent. Nicht besonders viel – allerdings auch nicht nichts. Vor allem wenn man die Preise der Arbeitsspeicher betrachtet. Sollte man den Arbeitsspeicher seines neuen Gaming AIO PC erweitern wollen so muss man darauf achten, dass dieses zum Prozessor sowie zum Mainboard passt. Nicht alle Speichertypen arbeiten perfekt zusammen. Werfen Sie also vor dem Kauf einen Blick in das Handbuch oder fragen Sie einen Fachhändler.

Eine deutlich größere Tempobremse dagegen ist die Festplatte des AIO Computer. Eine SSD ist das Non-Plus-Ultra in Sachen Geschwindigkeit. Inzwischen sind diese kleinen Flash-Speicher auch bezahlbar – es gibt 256 GB SSDs bereits für unter 100 Euro. Natürlich kann eine SSD nur ihre Kraft entfalten, wenn das entsprechende Spiel / Betriebssystem auch auf dieser installiert ist. Sollten Sie mehrere Spiele spielen achten Sie darauf eine ausreichend große SSD einzubauen. Eine Standard-Festplatte dagegen eignet sich bestens zum „archivieren“ von Daten – speichern Sie dort Ihre Videos, Bilder und Dokumente.

Nachteile und Kosten

Der größte Nachteil von Gaming-Rechnern jeder Art: Starke Grafikkarten und Netzteile brauchen viel Strom. Setzten Sie auf 500W oder besser sogar 800W Netzteile. Dies treibt natürlich auch die Stromrechnung nach oben – allerdings ist man dann auch gegen mögliche Geschwindigkeitsverluste abgesichert. Beim Spielen laufen vor allem die Grafikkarte und die Prozessoren unter Volllast und werden dementsprechend heiß. Damit der Gaming AIO damit umgehen kann benötigt er ausreichend Frischluft. Es sollte also ein Gehäuse verbaut sein, das mit einer ausreichenden Anzahl an Lüftern ausgestattet ist. Ein wichtiger Tipp: Desto größer die Lüfter desto ruhiger sind diese – dies sorgt für einen geringen Lärmpegel während des Zockens.

Natürlich sind die einzelnen Komponenten günstiger als ein fertiger AIO – allerdings hat ein fertiger Gaming PC den Vorteil, dass alle Komponenten perfekt aufeinander abgestimmt sind – es gibt keine Treiberprobleme und die Systeme laufen immer stabil und gut. Für den normalen Gamer reichen Modelle bis 1.000 € in der Regel aus – wenn man allerdings intensiver du öfter spielt sollte man schon mehr Geld ausgeben. Nach oben sind die Grenzen offen.

Durchschnittliche Bewertung: 4.4 von 5 auf Grundlage von 209 Bewertungen.